Landesverband Sächsischer Angler e. V.

Mitglied im Deutschen Angelfischerverband e. V. / anerkannte Naturschutzvereinigung gem. §32 SächsNatSchG, anerkannte Umweltvereinigung gem. §3 UmwRG

 
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Sachstandsbericht zum Bundesverband - Deutscher Angelfischerverband (DAFV) - Juni 2015

Auf der Präsidiumssitzung des Landesverbandes Sächsischer Angler e.V. wurde am 17.06.2015 folgender Sachstandsbericht erarbeitet:

17.06.2015
Liebe sächsische Angelfreundinnen und Angelfreunde,

wie euch sicher bekannt ist, hat die diesjährige Delegiertenversammlung des Landesverbandes Sächsischer Angler e.V. (LVSA) am 07.03.2015 das Präsidium ermächtigt, sich mit der möglichen Kündigung der Mitgliedschaft in unserem Bundesverband zu befassen. Die Begründung und der Beschluss können in gedruckter Form in unserem Mitteilungsblatt (02/2015) oder auf unserer Internetseite nachgelesen werden.
Wir haben euch ebenfalls mitgeteilt, dass wir dieses Jahr intensiv einen aus unserer Sicht absolut notwendigen Reformprozess beim DAFV erwarten und auch einfordern.

Was ist bisher passiert?
• Zur Sitzung des Verbandsausschusses des DAFV am 14.03.2015 in Kassel haben wir unsere sächsischen Forderungen gegenüber dem DAFV bekräftigt und die Position des LV Sächsischer Angler dargelegt (sowie über die Kündigungsermächtigung für das Präsidium des Landesverbandes Sächsischer Angler e.V. informiert)
• 10.06.2015: Das Präsidium des LVSA hat die Präsidentin des DAFV, Frau Dr. Christel Happach-Kasan, zu einem Gespräch in die Geschäftsstelle nach Dresden eingeladen. In sachlicher Atmosphäre haben wir unseren Unmut zum Ausdruck gebracht und unsere Forderungen bekräftigt. Die Kernforderung dabei ist, dass der Bundesverband als Interessensvertreter unserer Anglerschaft zu wenig „spürbar“ ist und hier dringender Handlungsbedarf besteht. Wir haben dabei auch unsere Unterstützung zugesagt.

Unser bisheriges Fazit:
Ein einheitlicher Bundesverband, welcher die Interessen der Mitglieder vertritt, ist notwendig und das angestrebte Ziel! Es gibt beim DAFV jedoch aus unserer Sicht erheblichen Reformbedarf, welchen wir einfordern und unterstützen! Falls diese Reformen in diesem Jahr nicht angegangen werden, sehen wir uns jedoch gezwungen, die Mitgliedschaft im DAFV zu beenden. Das Präsidium des Landesverbandes Sächsischer Angler e.V. wird dazu am 12.11.2015 die erforderlichen Diskussionen führen und entsprechende Beschlüsse fassen.

Wie geht es weiter?
Maßgeblich für unsere Entscheidung zur Beendigung der Mitgliedschaft im DAFV werden die Diskussionen, Ergebnisse und Beschlüsse anlässlich der anstehenden Beratungen beim DAFV sein:
• Am 26.08. wird es im Rahmen des Deutschen Fischereitages in Rostock einen sogenannten „Arbeitskreis Angelfischerei“ geben. An diesem Tag soll ein „Zukunftskonzept für den DAFV“ vorgestellt und beraten werden.
• Am 09. und 10.10. finden die Verbandsausschusssitzung bzw. die Jahreshauptversammlung des DAFV in Göttingen statt. Maßgeblich und ausschlaggebend wird es sein, welche Beschlüsse zu dieser Versammlung gefasst werden. Wir werden ggf. entsprechende Anträge einbringen.

Unsere diesjährigen Stützpunktberatungen und Regionalkonferenzen der Regionalverbände für die Mitgliedsvereine werden weitere Informationen zum Thema Bundesverband geben.

Für den Fall einer Beendigung einer Mitgliedschaft werden wir offensiv Alternativlösungen für eine bundesweite Interessensvertretung unserer Mitglieder erarbeiten, präsentieren und anstreben.

Anlagen 

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Landesverband Sächsischer Angler e. V.

Rennersdorfer Straße 1

01157

Dresden

+49 (0)351 4275115

info@landesanglerverband-sachsen.de

 
09.09.2016 DFV: Angriffe auf Angler und das Angeln beenden! -  Pressemitteilung des Deutschen Fischerei-Verbandes e. V.
31.08.2016 Angler & Fischer treffen Politiker - Gesprächsrunde im sächsischen Landtag -  Am 30.08.2016 fand im Sächsischen Landtag eine Gesprächsrunde zwischen Vertretern des Landesverbandes Sächsischer Angler e. V., des Sächsischen Landesfischereiverbandes e. V. und Abgeordneten des Arbeitskreises „Ländlicher Raum, Umwelt und Landwirtschaft“ der CDU-Fraktion statt. Sachlich und lösungsorientiert wurden aktuelle Probleme des Landesverbandes und seiner Regionalverbände diskutiert. Die Schwerpunkte der Gesprächsrunde lassen sich wie folgt gliedern: Thema 1: Bürokratiemonster – Bärwalder See - Fischereipachtvertrag durch AV "Elbflorenz" Dresden e. V. im Jahr 2011 unterzeichnet, doch Bootsangeln in der Praxis nicht möglich - annähernd 1.000 Seiten Akte und komplizierte sowie teure und aus unserer Sicht absolut übertriebene Verwaltungsverfahren ohne Lösungsansatz - 300 ha auszutonnende Fläche in der Seemitte, wo fachlicher Nutzen bisher fraglich ist (Austonnung kostet 600 T € Steuergelder pro zwei Jahre) - praxistaugliche und außergerichtliche Einigung im Sinne der Kompromisslösung durch Anglerverband angestrebt, Behörden spielen jedoch auf Zeit und begründen nur, warum es nicht funktioniert - bisherige Investitionen des Fischereiausübungsberechtigten AV "Elbflorenz" Dresden e. V. von über 140.000 € zur Erfüllung der gesetzlichen Hegeverpflichtung, Ertragsabschöpfung derzeit bei gerademal 7 % der Fläche möglich, 93 % Schaden? Thema 2: Erhalt einer funktionierenden Fischereibehörde - Fazit: Stärkung der Fischereibehörde auch nach 2019 (kein Personalabbau und keine Einsparungen!) - staatlicher Vollzug muss auch nach 2019 bei der Fischereibehörde verbleiben! Begründung: Personelle Schwächung der Fischereibehörde = Schwächung der Durchsetzung fischereilicher Belange und Zunahme der verhindernden Naturschutzpraxis. Thema 3: Überarbeitung SächsFischG / SächsFischVO Fazit der bisherigen Arbeitsberatungen für den LVSA: - Es besteht aus unserer Sicht derzeit kein dringender Novellierungsbedarf für das SächsFischG (zumal die begründende „Gefahr“ einer Verschlechterung bestehender Normen aus Verbandssicht nicht ausgeschlossen werden kann!) - Aufgegriffen und zur kommenden Fischereibeiratssitzung im SMUL sollen folgende Aspekte diskutiert werden: 1. Jugendfischereischein für Kinder ab 7 Jahre - allein angeln ab 10 Jahre nach mindestens einjähriger Mitgliedschaft in einem Angelverein 2. Klärung der Haftungsfrage des den Erlaubnisschein Ausgebenden bei Nichtvorhandensein eines gültigen Erlaubnisscheines (Eigenverantwortlichkeit des ES-Inhabers soll durchgesetzt werden; Stichwort: rechtlicher Rahmen zur Erstellung einer App zum Erwerb von Gasterlaubnisscheinen) 3. Erhöhung Mindeststrafe Ordnungswidrigkeiten (bspw.: bei Angeln ohne gültigen FS & ES) 4. Ordnungswidrigkeiten bei Verstoß gegen den Inhalt des Erlaubnisvertrages muss durchsetzbar sein (Fangbegrenzung) – (Mengenbeschränkungen sollen schließlich auch nach § 34 Abs. 1 Nr. 5 SächsFischVO registriert werden) – Ansatz: Aufnahme eines mit dem SMUL aufzunehmenden Satzes in unseren Erlaubnisschein (Erlaubnisvertrag) 5. „Fischereischeintourismus“ – Prüfungen aus anderen BL dürfen in Sachsen nur anerkannt werden, wenn Sie sächsischem Niveau entsprechen 6. § 4 Abs.2 und 3 SächsFischVO: Zukünftig sollen gleichzeitig zwei Hegenen mit insgesamt maximal 6 Anbisstellen verwendet werden dürfen! 7. Lösung der Vollzugsprobleme und der praktischen Probleme bei § 14 Abs. 1 SächsFischVO: Bauen in der Schonzeit Thema 4: Schwierigkeiten bei der Verpachtung von Fischereirechten Problembeschreibung: Die Fortführung von Artenschutzprojekten der Verbände (vorzugsweise an Fließgewässern) sowie erhebliche Investitionen in Infrastrukturmaßnahmen und den Aufbau von Fischbeständen setzen eine langfristige Planungssicherheit voraus. Diese ist durch Art und Dauer der Verpachtung von Fischereirechten derzeit nicht gegeben. Das stellt ein unkalkulierbares Risiko dar, welches einer politischen Lösung bedarf. Thema 5: Die sächsische Teichwirtschaft – Ein Kulturgut in der Existenzkrise Die Stellungnahme sowie diskutierte Lösungsansätze sind in der beigefügten PDF nachzulesen.
27.07.2016 DAFV stellt Geschäftsführer ein -  Am 8. August wird Alexander Seggelke die Leitung der Bundesgeschäftsstelle des Deutschen Angelfischerverbandes (DAFV) in Berlin übernehmen. Alexander Seggelke tritt damit die Nachfolge von Philipp Freudenberg an, der Ende März sein Amt niedergelegt hatte. Die Präsidentin, Dr. Christel Happach-Kasan, wünschte dem neuen Hauptgeschäftsführer in seiner neuen Tätigkeit alles Gute: „Es ist eine große Herausforderung, aber es ist auch eine schöne Aufgabe, die Interessen der über 500.000 organisierten Anglerinnen und Angler gegenüber der Politik in Berlin und Brüssel zu übernehmen.“ Alexander Seggelke, Gewässerökologe und Fischereibiologe, freut sich auf die neue Aufgabe: „Ich bin passionierter Angler und sehe in der Aufgabe eine große Chance den Angelsport weiter auf Erfolgskurs zu bringen.“ (Pressemitteilung des Deutschen Angelfischerverbandes)