Landesverband Sächsischer Angler e. V.

Anerkannte Naturschutzvereinigung gem. § 32 SächsNatSchG, anerkannte Umweltvereinigung gem. § 3 UmwRG

 
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Individuelles Nachtangeln zwischen 0 Uhr und 5 Uhr derzeit nicht gestattet

Sächsisches Ministerium äußert sich zum Nachtangeln

27.04.2021
Seit dem 24.04.2021 gelten die Regelungen der bundesweit beschlossenen Corona-Notbremse. Damit verbunden ist eine nächtliche Ausgangsbeschränkung in der Zeit zwischen 22:00 und 05:00 Uhr. Der Landesverband Sächsischer Angler e. V. hat bereits in der Entstehungsphase des Gesetzesentwurfes eine Anfrage an das zuständige Ministerium gestellt, ob das individuelle Angeln unter Einhaltung aller Hygienevorschriften als triftiger Grund zum nächtlichen Verlassen der Wohnung in Sachsen anerkannt wird.

Das Sächsische Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft (SMEKUL) hat nun eine offizielle Antwort formuliert.

Im Originalwortlaut heißt es seitens des Ministeriums:
Die Zulässigkeit des individuellen Nachtangelns trotz Ausgangssperre analog der Jagdausübung haben wir geprüft. Da die Jagd nach § 28b Abs. 1 Nr. 2 Buchst. f Infektionsschutzgesetz wegen der Seuchengefahr der Afrikanischen Schweinepest sowie der Wildschadensverhütung und nur unter diesen Gesichtspunkten eine Ausnahme vom nächtlichen Ausgehverbot bilden kann, ist eine Gleichsetzung mit dem Nachtangeln nicht gegeben.

Es müssen die Regelungen des allgemeinen Kontaktverbotes eingehalten werden, insbesondere der Mindestabstand zu anderen Personen sowie die weiteren Maßnahmen zur Ansteckungsvermeidung.

Das Angeln darf nur von Anfang bis Ende allein oder in Begleitung von Lebenspartner/Angehörigen des eigenen Hausstandes und/oder eines Angehörigen eines weiteren Hausstandes erfolgen.
Die zum Angeln notwendigen Berechtigungen (Fischereischein und Erlaubnisschein) müssen mitgeführt werden.

Seit dem 24. April 2021 besteht nach dem Bundesinfektionsschutzgesetz ab einer wöchentlichen Inzidenz von 100 Covid19-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern eine nächtliche Ausgangssperre zwischen 22 Uhr und 5 Uhr. Da jedoch der Aufenthalt im Freien zwischen 22 Uhr und 0 Uhr zur allein ausgeübten körperlichen Bewegung zulässig ist, gilt lediglich zwischen 0 Uhr und 5 Uhr ein Nachtangelverbot.

Es wird darauf hingewiesen, dass die Hin- und Rückfahrt zum bzw. vom Angelgewässer mit Kraftfahrzeugen oder Öffentlichen Verkehrsmitteln keine körperliche Bewegung im Freien darstellt und daher in der Zeit von 22 Uhr bis 5 Uhr nicht erlaubt ist.



Aussage des Ministeriums stößt bei Anglerverbänden auf Unverständnis

Die Vertreter des Landesanglerverbandes und der Anglerverbände können die Entscheidung aus dem Ministerium nicht nachvollziehen. Zunächst ist das Nachtangeln einer von vielen wichtigen Bestandteilen der fischereilichen Hege, denn das gezielte Beangeln bestimmter Fischarten ist zuweilen nur in der Nacht sinnvoll.

Weiterhin erscheint es wenig plausibel, Aktivitäten unter freiem Himmel zu unterbinden, obwohl diese nachweislich für die Eindämmung des Infektionsgeschehens zuträglich sind.

Stellt der Angler, der sich nachts allein am Gewässer aufhält, tatsächlich ein solches Risiko dar? Warum erkennt man das Nachtangeln nicht als eine sinnvolle Maßnahme, sich der Ausbreitung des Virus ein Stück weit entgegenzustellen?

Der Landesverband Sächsischer Angler e. V. wird nach dieser Stellungnahme erneut den Dialog mit dem Ministerium suchen und seine Standpunkte übermitteln. Zudem ist eine Aussage über die Befugnisse der Verbandsgewässeraufsicht erforderlich. Es ist unerlässlich, dass die Verbandsgewässeraufsicht“ auch nachts Kontrollen durchführen kann. Eine Anfrage diesbezüglich wurde bereits gestellt.

Hinweis
Solange es jedoch keine andere offizielle Aussage gibt, wird empfohlen, sich an die Regelungen zu halten.

Anlagen 

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Landesverband Sächsischer Angler e. V.

Rennersdorfer Straße 1

01157

Dresden

+49 (0)351 4275115

info@landesanglerverband-sachsen.de

 
27.04.2021 Individuelles Nachtangeln zwischen 0 Uhr und 5 Uhr derzeit nicht gestattet -  Sächsisches Ministerium äußert sich zum Nachtangeln
21.04.2021 Fischereischeinprüfung für Jugendfischereischeininhaber möglich -  Im Moment ist noch nicht klar, ab wann wieder Vorbereitungslehrgänge zur Fischereischeinprüfung durchgeführt werden können. Insbesondere sind davon auch Kinder und Jugendliche betroffen, die in diesem Jahr 16 Jahre alt werden und damit dann mit ihrem Jugendfischereischein nicht mehr angeln dürfen. Der Landesverband Sächsischer Angler e. V. hat beim zuständigen Ministerium angefragt, ob die Gültigkeit der Jugendfischereischeine in diesem Fall über den 16. Geburtstag hinaus verlängert werden kann. Unsere Anfrage wurde mit der Begründung abgelehnt, dass Jugendfischereischeininhaber bei Nachweis einer zweijährigen Mitgliedschaft in einem Angelverein auch ohne Vorbereitungslehrgang eine Prüfungszulassung bekommen können. D. h. alle Jugendliche mit Nachweis einer zweijährigen Mitgliedschaft in einem Verein können sich nach ihrem 14. Geburtstag und bis vor dem 16. Geburtstag zur Prüfung anmelden. Nach dem 16. Geburtstag ist eine Anmeldung dann nicht mehr möglich. Die Anmeldung erfolgt im Zuständigkeitsbereich der Anglerverbände in Dresden, Leipzig und Neukirchen. Folgende Unterlagen werden benötigt: - Kopie Mitgliedsbuch Verein (Beitragsnachweis 2019, 2020 und 2021) - Kopie gültiger Jugendfischereischein - Kopie Personaldokument - ausgefüllter Antrag Ersterwerb Fischereischein (siehe weiterführende Informationen) - farbiges, aktuelles Passbild Prüfungen bei der DEKRA finden derzeit statt. Ein erfolgreicher Prüfungsabschluss ist mit Unterstützung des Vereins, intensivem Selbststudium und der im Netz verfügbaren Probeprüfung mit viel Fleiß möglich. Ansprechpartner Anglerverbände: Anglerverband Leipzig e. V. - Frau Grötzsch (Tel. 0341-65 23 570) Anglerverband "Elbflorenz" Dresden e. V. - Frau Stilec (Tel. 0351-438 784 90) Anglerverband Südsachsen Mulde/Elster e. V. - wird noch bekanntgegeben - (Tel. 0371-53 00 770)
12.03.2021 Information zur Rutschung am Knappensee -  Uferböschung auf einer Breite von 400 bis 500 Metern abgerutscht
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