Landesverband Sächsischer Angler e. V.

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Sachsens Flüsse werden immer sauberer

Schadstoffmonitoring bestätigt Trend der vergangenen Jahre

29.09.2014
Fische aus Elbe und Mulde sind nur noch gering mit Schadstoffen belastet. Das zeigen die Ergebnisse des regelmäßigen Schadstoffmonitorings, bei dem im Herbst 2013 insgesamt 135 Fische untersucht wurden. „97 Prozent aller in Elbfischen gemessenen Einzelwerte wiesen keine Überschreitungen der zulässigen Schadstoffhöchstgehalte auf“, sagte Umweltminister Frank Kupfer. „Die jährlichen Kontrollen zeigen, dass unsere Flüsse langsam aber stetig immer sauberer werden.“

Gegenüber dem Vorjahr wurden in den aus der Elbe stammenden Fischen bei Quecksilber und Polychlorierten Biphenylen (PCB) insgesamt geringfügig höhere Konzentrationen festgestellt. Bei acht Fischen, hauptsächlich Barben, wurde der zulässige Höchstwert für PCBs überschritten und bei neun Fischen, insbesondere Rapfen, wurden unzulässig hohe Quecksilbergehalte festgestellt. Dabei hat es sich vor allem um ältere und damit größere Fische gehandelt, die aufgrund ihres höheren Lebensalters in der Regel stärker mit Schadstoffen belastet sind. Ein weiterer Grund für die höhere Belastung dieser Fische können Sedimentumlagerungen beim Hochwasser im Sommer 2013 sein, wodurch aufgewirbelte Schadstoffe in die Nahrungskette gelangt sein können. Die Gehalte der anderen untersuchten Schadstoffe wie Cadmium, Blei, Dichlordiphenyltrichlorethan und Hexachlorbenzol lagen deutlich unter den zulässigen Höchstmengen und wiesen damit keine nennenswerten Änderungen im Vergleich zum Vorjahr auf. Die Empfehlung an Angler, pro Person und Monat nicht mehr als zwei Kilogramm Elbfisch zu verzehren, bleibt dennoch aktuell. Sie gilt auch für Fische aus der Mulde.

Von den untersuchten Fischen stammten 100 aus der Elbe, acht aus der Freiberger Mulde, 14 aus der Zwickauer Mulde und 13 aus der Vereinigten Mulde. Unter ihnen waren 17 verschiedene Arten, vor allem Blei (Brachsen), Döbel, Rapfen, Plötzen, Hechte und Zander. Das Durchschnittsgewicht betrug nahezu zwei Kilogramm und war damit im Vergleich zu den vorangegangenen Jahren außergewöhnlich hoch.

In nunmehr 20 Jahren wurden im Rahmen des jährlichen Schadstoffmonitorings aus der Elbe 17 Fischarten unter anderem Zander, Hecht, Blei, Aland, Döbel, Plötze, Rapfen, Barbe und Nase an fünf festgelegten Stellen entnommen und im Auftrag des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie auf relevante Schadstoffe untersucht – insgesamt 1 966 Fische. Anhand der Untersuchungsergebnisse kann die Entwicklung der Schadstoffbelastung der Elbe lückenlos nachvollzogen werden. Insoweit dienen die untersuchten Fische als Indikatoren und spiegeln den erfreulichen „Gesundungsprozess“ der Elbe wieder.

Quelle: SMUL - Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft

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